
Die Sababurg ist Deutschlands Dornröschenschloss. Sie liegt tief im Reinhardswald. Die Türme des Schlosses, das eigentlich eine Burg ist, sieht man schon von weitem ueber den Bäumen, die es umgeben. Nicht weit davon befindet sich auch der Sabawald, der auch "Dornröschens Dschungel" genannt wird. Kaum ein Lichtstrahl dringt durch das hohe Blätterdach. Uralte Buchen und Eichen strecken ihre krummen Äste aus. Kein Wind bewegt die Gräser am Boden. Hoch oben knarrt und knackt es in den Zweigen. Auf toten Baumriesen am Boden wächst dichtes Moos. Mit zwei Händen muss man den meterhohen Farn zur Seite biegen: ein Urwald mitten in Deutschland. Fast 25 km lang und 12km breit ist der "Sabawald". Kein Förster darf ihn pflegen, kein Jäger darin jagen. Seit 80 Jahren bleibt hier alles, wie die Natur es will. Bäume wachsen und sterben ab, und aus den toten Stämmen wächst neues Grün. Manche Eichen sind schon 600 Jahre alt.
Kein Wunder, dass jährlich viele Touristen auf der Suche nach dem Schloss durch diesen Märchenwald wandern und sich in die Welt der Brüder Grimm versetzt fühlen. Heute ist in der Sababurg ein Hotel, in dem Romantiker aus aller Welt eine Schlafgelegenheit finden können. Wer will kann dort wie Dornröschen und ihr Prinz heiraten, denn auch ein Standesamt befindet sich dort. Natürlich wird in der Burg im Sommer Theater in einem Teil des Schlosses gespielt. Das Märchen vom Dornröschen steht immer auf dem Spielplan.